Pamphlet zu Homeautomation Systemen

Ich bin fast frustriert über die Situation am Markt der Homeautomation. Nutzer, die die Systeme, die am Markt sind, nicht hinterfragen, werden meines Erachtens geblendet und betrogen.

Nachdem ich mich nunmehr 2 Jahre nicht um dieses Blog gekümmert habe, möchte ich an der Stelle sage, dass ich nicht aufgehört habe, mich um meine Hausautomatisierung zu bemühen.

In diesen zwei Jahren hat sich die Lage im kommerziellen Bereich verfestigt, aber für ‚Bastler‘ gibt es Hoffnung am Horizont.

Wenn ich mir die heutige Situation so ansehe, so gibt es immer mehr Hersteller und Anbieter von sogenannten Homeautomation Lösungen. Sogar der Telekommunikationsanbieter, der sich ein Geschmacksmuster auf die Farbe Magenta eintragen lassen wollte, bietet Komponenten zur Heimautomatisierung an. Natürlich, und wie sollte es anders sein mit der passenden Cloud Lösung zur Steuerung.

Und beim Thema Cloud fängt es an. Ich habe mir eine magentafarbene Basisstation zugelegt, weil diese gerade mit ca. 40€ recht günstig für ein ZigBee funkendes Gateway ist.

Kein Händler konnte mir sagen, ob ich das System z.B per REST Befehle ansteuern kann. Die meisten Verkäufer setzten alleine dabei schon aus, mit zu denken, als ich erwähnte, dass ich eine bestehende Gebäudeleittechnik habe, in die ich das System einbinden will.

Okay, erstmal zulegen und experimentieren. Zurückgeben kann man es bei Jupiter (ach ne, wie heißt der Planet hinter Jupiter doch gleich) binnen 4 Wochen problemlos.

Also habe ich es angeschlossen und es holte sich erst einmal ein Firmwareupdate. Danach bekam ich eine Loginmaske, die mir verriet, dass ich mich nur einlogen und das System konfigurieren könne, wenn ich einen Cloud Accountg habe.

Okay, ich brauchte dann doch keine 4 Wochen, um es wieder zurück zu geben.

Diese Erfahrung ist so oder so ähnlich auf alle diese Mainstream Homeautomation Systeme transferrierbar.

Was bringt es mir, wenn ich ein System habe, das wunderbar Heizungsventile steuern kann, und ein anderes, was ganz tolles LIcht macht. Ich sammle Apps auf meinem Telefon. Und muss jeder App im Zweifelsfall sagen, dass ich im Urlaub bin, damit die Heizung auf Spartemperatur arbeitet und das Licht z.B. eine Anwesenheitssimulation schaltet. Bei den Wenigsten Systemen gibt es dann auch Rolladenaktoren. Und dann wird es kompliziert, wenn dasd Thermomenter meiner Heizungssteuerung melden soll, dass es zu warm wird, ein Helligkeitssensor feststellt, dass die Sonne scheint wie nichts gutes, und die Rolläden demzufolge ein wenig Schatten spenden sollen.

Gefühlt bieten einem diese Top-modernen Homeautomation systeme nur, dass man die Schalter aufs Handy, Tablett und ins Internet verlagert. Smart wird es dadurch nicht.

Außerdem mache ich mich von den derzeit noch konstenlos zur Benutzung stehenden Clound Diensten abhängig. In jeder AGB dieser Anbieter steht, dass sich der Anbieter vorbehält, den Dienst ohne nennung von Gründen jederzeit abschalten zu dürfen. Und dann stehe ich da. Beziehungweise ich sitze auf dem stillen Örtchen, der Dienst, bei dem ich die Rolläden steuere funktioniert noch und die Rolläden fahren zur eingestellten Zeit herunter. Der Dienst, der mein Licht steuert ist aber abgeschaltet…. Und es wird gaaanz dunkel. Hey Siri, mach Licht an!

Und, wie das Licht am Ende des Tunnels aussieht erfahrt Ihr im nächsten Post.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.